Tinnitus

 

Was versteht man unter einem Tinnitus?

Der Begriff „Tinnitus“ bedeutet wörtlich das „Klingeln des Ohres“. Der Tinnitus-Kranke hört Geräusche in seinem Ohr, die andere Menschen in seiner Umgebung nicht wahrnehmen. (subjektiver Tinnitus)

Selten entstehen Geräusche im Ohr aufgrund Gefäßmissbildungen in der Nähe des Innenohres. Dann hört der Patient Strömungsgeräusche des Blutes. (objektiver Tinnitus)

Die Geräusche können in Einzelfällen derart stark sein, dass es zu Schlaf- und Konzentrationsstörungen kommt. Depressionen, ja Angstzustände können infolge eines Tinnitus entstehen!

Was wird bei einer Kaltlaser-Therapie des Tinnitus gemacht?

Ohr_KaltlaserBei der Kalt-Laser-Therapie wird von außen das Innenohr bestrahlt. Die Abb. links zeigt dieses Vorgehen.

Die Therapie des Tinnitus mit dem Kaltlaser muss jedoch wesentlich umfassender sein:

Neben dem Innenohr werden auch alle Muskeln des am seitlichen Kopf, am Nacken und auch die Kaumuskel der Laser-Bestrahlung unterzogen.

Ebenso wird in die Bestrahlung mit dem Kaltlaser das Kiefergelenk einbezogen.

Worin liegt der Sinn der Kaltlaser-Behandlung des Tinnitus?

Der Tinnitus (Ohrgeräusch) ist ein Symptom und keine eigentlich Krankheit. Sehr viele Ursachen können zu Ohrgeräuschen führen: An dieser Stelle soll als Beispiele genannt werden:

  • Lärmbelastung

  • Hörsturz

  • geminderte Durchblutung im Innenohr

  • Verspannte Muskulatur der Halswirbelsäule

  • Zähneknirschen

  • Arthrosen des Kiefergelenkes

  • verspannte Kaumuskeln

Bevor ich eine Therapie des Tinnitus mit einem Kaltlaser vornehme, muss fachärztlich eine Untersuchung erfolgt sein, die schwerwiegende Ursachen des Tinnitus wie z.B. einen Tumor im Gehirn oder eine multiple Sklerose ausschließen.

Auch wenn in einem Lehrbuch die Aufzählung der Ursachen des chronischen Tinnitus viel Raum einnimmt, so lässt sich für die überwiegende Zahl der Tinnitus-Patienten keine tiefere Ursache für die subjektiv wahrgenommenen Ohrgeräusche finden!

Dabei kann der Patient manchmal erleben, dass er als „psychisch gestört“ eingestuft wird. Allerdings sind muskuläre Verspannung an der Halswirbelsäule, nächtliches Zähneknirschen oder eine verspannte Kaumuskulatur nicht leicht zu erkennen.

In dem Handbuch „the new laser therapy“ heißt es zum Tinnitus (frei übersetzt):

…….Muskuläre Verspannung sind ein Schlüssel-Element beim somato-sensorischen Tinnitus. Die Laserbehandlung führt zu einer unverzüglichen Minderung des Muskelschmerzes und zu einer muskulären Entspannung…..

Tinnitus-Therapie

Tinnitus-Therapie

Beim chronischen Tinnitus werden daher – vergleichen Sie Abb. unten – die entsprechenden Gesichtsmuskeln mit bestrahlt.

Welchen Sinn hat die Entspannung der Gesichts- oder Halsmuskulatur für die Geräusche im Ohr (Tinnitus) ?

So konnte in mehreren jüngeren wissenschaftlichen Veröffentlichungen (Bjorne‘ und Estola-Partanen) gezeigt werden, dass bei einem so mit einem Kaltlaser behandelten Tinnitus, die Intensität der Ohrgeräusche sich wesentlich besserte.

Aber auch Symptome wie Schwindel, Übelkeit und Kopfschmerzen deutlich nachließen.

Wie kann es durch die Bestrahlung mit einem Kaltlaser zu solchen Effekten kommen?

Tinnitus_MuskelnLaser-Licht für zu einer Bio-Stimulation des Stoffwechsels: In den bestrahlten Zellen werden die Kraftwerke der Zellen – die Mitochondrien – besonders stark von dem Laser-Licht beeinflusst. Sie produzieren vermehrt eine Energiereiche Substanz (das ATP). Infolge der verbesserten Energie-Versorgung können kranke Gewebe schneller regenerieren.

Beim Tinnitus werden die Muskeln im Gesicht und am Kopf – Pfeile in der Abb. – bestrahlt.

Durch Verbesserung der Sauerstoff- und Nährstoffversorgung in den in der Abb. gezeigten Muskeln werden körpereigene Abwehrstoffe gebildet, die krankhafte Prozesse aktiv bekämpfen.

Die Behandlung mit dem Kaltlaser wirkt zudem abschwellend und damit schmerzlindernd. Verspannte Muskeln entkrampfen.

Darüberhinaus hat die Kopf- und Gesichtsbehandlung mit dem Kaltlaser eine ausgesproche entspannende Wirkung auf den Gesamtorganismus.

Kann durch den Kalt-Laser bei einer Tinnitus-Therapie eine Schädigung an der Haut oder an den Augen entstehen?

Nein! Mit den von mir verwendeten Kaltlaser (Vitalaser®) und MKW-Laser ist dies nicht möglich!

In der Medizin gibt es sehr starke Laser, mit denen eine Schädigung von Haut und Geweben möglich ist. Solche Laser finden Verwendung bei Operationen

Kaltlaser (auch Softlaser oder low level laser genannt) wirken ganz anders: Sie führen zu einer Bio-Stimulation im Gewebe. Anders als bei den Hochleistungs-Lasern bleiben alle Zellen bei der Kaltlaser-Therapie intakt. Durch das Laser-Licht wird jedoch ihr Stoffwechsel im Sinne einer heilenden Wirkung stimuliert.

Eine Schädigung der Netzhaut im Auge wäre bei der Kaltlaser-Behandlung denkbar.

Schutzbrille

Schutzbrille

Das in der Abb. dargestellte Tragen eine Schutzbrille kann dies jedoch sicher verhindern!

 Wie läuft eine Tinnitus-Behandlung mit dem Kaltlaser ab?

Je nach Dauer und Schwere des Tinnitus ist die Kaltlaser-Therapie auf individuelle Besonderheiten abzustellen:

In den ersten Wochen ist eine Behandlung von 2 – 3 Bestrahlungen pro Woche sinnvoll. Bis zu 15 Bestrahlungen können in schweren Fällen notwendig werden.

Gibt es wissenschaftliche Untersuchungen – über die oben genannten – die eine Wirksamkeit der Kaltlaser-Therapie beim Tinnitus belegen?

Ja: Gerade jüngere Studien zeigen die Effizienz der Kaltlaser-Behandlung des Tinnitus. An dieser Stelle nenne ich die Veröffentlichungen:

A. Gungor u.a.: Effectiveness of transmeatal low power laser irradiation for chronic tinnitus. In: Journal Laryngol. Otol. 5/2008, S.447-451

D. Cuda, A. De Caria: Effectiveness of combined counseling and low-level laser stimulation in the treatment of disturbing chronic tinnitus. In: Int. Tinnitus Journal 2/2008, S.175-180

 

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