Kaltlaser: wann nicht anwenden?

 

Erläuterungen zur Sicherheit der Kaltlaser-Therapie bei unterschiedlichsten Krankheitsbildern:

Ist die Therapie mit einen Kalt-Lasers sicher?

Die Kaltlaser-Therapie wurde in den letzten 25 Jahren weltweit erfolgreich eingesetzt. Es gibt keinen Bericht über eine einzige bedeutsame oder lang anhaltende Nebenwirkung dieser Therapie.

Von der FDA (amerikanische Zulassungsstelle) wurden viele Laser-Therapie-Systeme für eine Vielzahl von Krankheiten und Verletzung zugelassen. So beispielsweise zur Behandlung chronischer und akuter Schmerzen, Wunden, Verletzungen, Sport-Schäden und viele andere mehr. (aus: „healing light: the miracle of cold laser therapy“)

Kann durch die Anwendung des Kaltlaser die Netzhaut geschädigt werden?

Bis heute gibt es keinen Bericht über eine Schädigung der Netzhaut während oder nach einer Behandlung mir dem Soft-Laser. (aus Laser in der Akupunktur von Pöntinen / Pothmann)

Kaltlaser Brille

Kaltlaser Brille

Auch wenn das Risiko einer Augen-Schädigung selten ist:

In meiner HP-Praxis ist es eine Selbstverständlichkeit, dass der Patient eine entsprechende Laser-Schutzbrille trägt.

Diese Schutzbrille vermag das Laser-Licht nicht zu durchdringen. So kann die Kaltlaser-Therapie auch im Gesicht – z. B. beim Kaltlaser-Lifting – ohne Sorgen um eine Augen-Schädigung eingesetzt werden.

Können – außer dem Auge – alle Bereiche des menschlichen Körpers mit dem Kaltlaser bestrahlt werden?

Folgende Hormondrüsen sollten aufgrund der biostimulierenden Wirkung des Kaltlasers nicht direkt von dem Laser-Licht bestrahlt werden:

  • Schilddrüse

  • Hoden

  • Eierstöcke

 

Kaltlasertherapie und Behandlung von Kindern:

Kann die Behandlung mittels Kaltlaser auch bei Kindern erfolgen?

Ja! Auch Kinder können mit dem Kalt-Laser behandelt werden. So z.B. bei Laser-Therapie von Warzen.

Bei Kindern sollte – zusätzlich zu den genannten Hormondrüsen – allerdings nicht die Wachstums-Fuge der langen Röhrenknochen mit dem Laser-Licht bestrahlt werden.

Röntgenbild Wachstumsfuge

Röntgenbild Wachstumsfuge

Die Wachstums-Fugen (Epiphysenfugen) der langen Röhren-Knochen sind nahe am Gelenk lokalisierte schmale Knorpelscheiben. Aus diesen Knorpelscheiben entsteht das Längenwachstum der Knochen.

Bei anatomischer Kenntnis der Lage der Epiphysenfuge lässt sich eine Bestrahlung dieser Stellen mit dem Kaltlaser beim Kind leicht vermeiden.

Die Abb. zeigt zwei Wachstums-Fugen bei einem Kind an Speiche und Elle. Diese Wachstumsfugen liegen in unmittelbare Nähe zum Gelenk und können bei der Kaltlaser-Therapie einfach gemieden werden.

 

 

Gibt es noch weitere Einschränkungen bei der Anwendung des Kalt-Lasers?

Bei Schrittmacher-Patienten sollte keine Behandlung mit dem Kalt-Laser im Bereich des Brustkorbes (Thorax) erfolgen. (Besonders ältere Schrittmacher-Modelle könnten gestört werden)

Ich persönlich wende gemäß den von Pöntinen / Pothmann genannten Kontra-Indikationen  keine Kalt-Lasertherapie an:

  • in der Schwangerschaft

  • über Tumoren

  • bei Epilepsie

Für die genannten Situationen liegen einfach noch keine ausreichenden Untersuchungen vor.

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